21. März 2012   | 2 Kommentare

Paddy Kelly in Äthiopien – Kinder der Straße

Kinder der Straße 

(Mb) Niemand von uns ist unglücklich darüber, dass heute keine mehrstündige Ruckelpisten-Tour ansteht. Stattdessen geht es nur ein paar Häuserblöcke weiter ins Zentrum von Dire Dawa. Die Häuser, fast alle stammen aus der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts, zeugen von besseren Tagen. Der Putz ist ab, aber noch immer versprühen die alten Gebäude und Gassen ihren Charme.

Inmitten dieser Szenerie des Vergangenen strahlt ein Ort Leben, Aufbruch und Zukunft aus. Wir sind in einem einfachen, aber großzügigen Schulkomplex mit Sportplatz, Speisesaal und Bibliothek. Die Kinder, die hier in der Pause so ausgelassen spielen und toben, hatten zuvor nie die Chance Kind zu sein. Die meisten von ihnen leben auf der Straße, einige sind Waisen.

Die Caritas hatte das Straßenkinderprojekt vor einigen Jahren gemeinsam mit einem Nachbarschaftskommittee ins Leben gerufen. Sie sorgte für die notwendigen finanziellen Mittel und das fachliche Know how bei der Umsetzung und trug Verantwortung dafür, dass die Schule eine offizielle Regierungsgenehmigung erhielt. Nachdem das Projekt einige Jahre lang erfolgreich das Laufen gelernt hatte, übergab sie es an das Nachbarschaftskommittee, das es seitdem in Eigenverantwortung verwaltet. Seitdem ist die Caritas dort nur noch beratend tätig. „So stellen wir und unsere Projekte im Idealfall vor“, bekräftigt unser Äthiopien-Referent Wolfgang Fritz. „Wir wollen den Leuten keine hochtrabenden Pläne und Programme vorsetzen, sondern helfen ihnen dabei, ihre Träume und Ideen selbst umzusetzen. Das ist hier wunderbar gelungen.“

Paddy ist unterdessen längst ins Gespräch mit den Schülern vertieft. In aller Offenheit erzählen ihm die Kinder ihre Geschichte, berichten von ihrem Schicksal, ihren Wünschen und ihren Sehnsüchten. Ihre Träume unterscheiden sich nicht wesentlich von den Wünschen der Kinder in Deutschland. Die meisten wollen Pilot, Fußballprofi oder Polizist werden.

Paddy ist sichtlich gerührt, lässt es sich aber nicht nehmen, die Jungs zu einer Partie Fußball herauszufordern. Im vier gegen vier verlangen ihm die Junioren alles ab. Über das Endergebnis hüllen wir an dieser Stelle den Mantel des Schweigens.

Wenn ihr zusammen mit Paddy Kelly die Projekte unterstützen wollt, könnt ihr hier spenden:  Online �
oder per Bank mit dem Stichwort
„AGAPE – Paddy Kelly“

Caritas international Freiburg
Spendenkonto 202
Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe
BLZ 660 205 00


Afrika

Über Michael Bruecker

Michael Bruecker (Mb) Michael Brücker ist Leiter der Öffentlichkeitsarbeit bei Caritas international. Gemeinsam mit Äthiopien-Referent Wolfgang Fritz und einem Kamerateam von Stern TV begleitet er Paddy Kelly nach Äthiopien. Der Sänger macht sich vor Ort ein Bild von den Hilfsprojekten, die er im Rahmen seiner Konzerttournee im Juni unterstützen wird.

2 Antworten auf Paddy Kelly in Äthiopien – Kinder der Straße

  1. Elfe sagt:

    Mir gefällt das Hilfsprojekt!! War letztes Jahr in Tansania Ferien machen. Mich hat das Land und die Leute sehr beeindruckt! Obwohl sie sehr viel weniger haben als wir, scheinen die Menschen nicht unglücklich! Krieg und Hungersnot war dort allerdings nicht! Gott sei Dank!! Finde es richtig klasse, dass Paddy sich einsetzt……respekt! ;-)) Evi

  2. Janine sagt:

    Das ist wirklich hart zu lesen, wie die Lage dort ist. Nur zu wissen wie sich dort die Menschen wohl fühlen, bereitet mir schon Kopfzerbrechen!
    In der Nähe von Kapstadt sieht es so ähnlich aus, dort habe ich vor zwei Jahren Urlaub gemacht und beim Herrausfahren der Stadt sind wir entlang vieler Slum`s gefahren, es ist wirklich traurig zu sehen, wie manch einer dort lebt. Das sind gerade mal ein paar Quadratmeter Wohnfläche und dort hält sich ein fünfköpfige Familie und mehr auf. Mir hat der Anblick schon gereicht den ich hin und wieder erhascht hab. Auch die Stundenlangen Märsche in den Nachbarort zum arbeiten, in der glühenden Hitze.. eine unvorstellbare Qual! Wenn ich jetzt Fotos oder Bilder aus Zeitschriften betrachte, kommen mir diese Erinnerungen hoch und jedes Bild hat meine vollste Aufmerksamkeit. Man kann schon etwas tun, es ist nicht viel wenn man ein wenig spendet, seien es nur 2 Euro- für die Zutaten um Brot zubacken reicht es.

    Liebe Grüße Janine

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